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Action-Day (Erlebnispark Lochmühle)

Lienhard Guido 29.05.2016

Nachdem wir unsere Skills im Lenken eines Quad‘ im September 2011 zum letzten Mal in Teufen AR im Strassenverkehr unter Beweis gestellt hatten, zog es uns wieder einmal in die Eventlocation „Lochmühle“ in Eigeltingen, um uns dieses Mal auf einer Motocross-Piste mit eben diesen Quad‘ so richtig auszuwüten.

Hier waren wir zuletzt im Herbst 2010, damals noch anlässlich einer Bauernhofolympiade für unsere Mitglieder. Auch da war das Fahren mit Quads unter anderem eine Disziplin. Allerdings fuhren wir damals lediglich mit den untermotorisierten, kleinen Quads im Kreis herum.
Nach einer kurzen Instruktion, befuhren wir eben diese Strecke erneut.

   Jedoch verliessen wir zu meiner grossen Freude nach drei Runden diesen „saven“ Track im Konvoi, einem Guide hinterher hinaus ins Gelände. Nach der Überquerung eines Flusses über eine behelfsmässige Brücke, welche aus zwei Holzstämmen gefertigt wurde, kolorierten wir uns zu zwei Gruppen à 8 Fahrer auf.

Jede dieser so entstandenen Gruppe wurde einem Guide zugeteilt und folgte anschliessend ihrem Guide durch einen, im Normalfall mit Gitter verschlossenen, Tunnel.

Nun ging es richtig zur Sache! Eine echte Motocross-Strecke breitete sich vor uns aus - mit Schanzen, Spitzkehren, Steilwandkurven, schlicht mit allem was das Bubenherz erfreut. Dass auch Petrus über Motorsport-Affinität verfügt bewies er, indem er sämtliche konkave Unebenheiten im Gelände mit starkem Regen zu grossen Pfützen oder gar zu kleinen Tümpeln füllte.

Genau dies erwies sich als besonderen Reiz, es war doch einfach herrlich!

Bergauf, über die Schanze, hinten wieder steil runter, unten in die Pfütze – Schlamm spritzt ins Gesicht – einfach fantastisch! 

Nachdem wir uns knapp eine Stunde so richtig ausgetobt hatten, ging es wieder zurück in den Steinbruch des Eventparks Lochmühle. Der Weg führte erneut über die Brücke aus Holzstämmen. Ich war zwei Fahrzeuge hinter Adi, als er diese Brücke überquerte. Von hinten sah dies bei ihm sehr kriminell aus. Er gab etwas zu viel Gas und kam dadurch quer über diese Brücke – ich dachte schon, eine gröbere Rettungsaktion stünde uns bevor… Es lief jedoch glimpflich ab, ganz ohne Sach- und Personenschaden.

 

Wir trafen nun die restlichen Mitglieder, welche aufs Quadfahren verzichteten, zu einer kurzen Pause, um uns für die zweite Disziplin, dem Flying-Fox, mental zu sammeln.

Leider goss es nun aus vollen Kübeln. Dies tat aber nichts zur Sache, da wir alle gewusst hatten auf was wir uns einliessen und demzufolge entsprechend gut gekleidet waren.

 

Nach einem kurzen Aufstieg fassten wir unsere „Gstältli“ und durften uns eine der Rollen aneignen, welche in drei Kategorien (entsprechend dem Körpergewicht) aufgeteilt waren. Es beruhigte mich ungemein, dass die grosse Rolle von 90 – 120 Kg zugelassen war und so auch meiner Teilnahme nichts im Weg stand.

 

Mein Kontrahent war jeweils Sascha, der nun so richtig aufblühte. Er machte sich möglichst klein und hing zeitweise kopfüber an der Rolle. Nachdem ich auf der ersten Challenge den Start so richtig versaute und keine Chance auf einen Sieg hatte, konnte ich in der zweiten Competition so richtig mithalten. Jedoch überholte mich Sascha auf den letzten Metern erneut. Natürlich war das auf meine Rolle fürs grosse Gewicht zurückzuführen.

Zwei Mitglieder zögerten bei der ersten Überquerung zwar ein wenig, jedoch fassten auch sie sich ein Herz und vertrauten auf Drahtseil und Rolle.
Nachdem unser Präsi Christoph Bo’s Kappe, welche er bei der ersten Fahrt verloren hatte, im Gelände gefunden hatte, begaben wir uns in die Gaststube, um bei einem wunderbaren Mahl den Tag Revue passieren zu lassen.

Zwei Dinge müssen noch gesagt sein. Herzlichen Dank an unseren technischen Leiter Bo, welcher aus dem riesigen Angebot hier in der Lochmühle, die zwei wohl coolsten Disziplinen zu unserem Action-Day zusammengefasst hatte und den Event hervorragend organisierte! Der zweite Dank geht an unsere 20 angemeldeten Mitglieder! Trotz der schlechten Wetterprognosen hatten wir keine Absagen. Dies führte dazu, dass wir das Budget nicht sinnlos überstrapazierten, da ja die angemeldeten Plätze bezahlt werden müssen. Ich freue mich bereits auf weitere spannende Anlässe unseres abwechslungsreichen Sommerprogramms!

Guido Lienhard
Aktuar Ski- und Bergclub Seebach